Die Sonne scheint, die Temperaturen erreichen langsam sommerliche Werte. Was gibt es da Schöneres als in den Tierpark zu gehen, ein Eis zu schlecken und sich dabei Tiere anzusehen? Natürlich einen Tierpark bauen! Aber nicht irgendeinen Tierpark, sondern einen Bärenpark voller verschiedener Bären, Imbissbuden und Grünanlagen. Und das alles können wir in feinster Puzzle-Manier in „Bärenpark“ von Phil Walker-Harding machen.

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Aufbau

Jeder Spieler erhält zu Beginn des Spieles ein Parkgelände mit einem Eingangsbereich und je nach Spieleranzahl ein Grünanlagen Plättchen (ein Toilettenhäuschen, ein Spielplatz, eine Imbissbude oder einen Wasserweg), das in den Vorrat des Spielers gelegt wird. Das Spiel endet, wenn ein Spieler seinen Park bestehend aus insgesamt vier Parkgeländen vollständig bebaut hat oder kein Spieler mehr ein Plättchen in seinen Park legen kann, obwohl dieser noch nicht vollständig ist. Wer die meisten Siegpunkte gesammelt hat, gewinnt „Bärenpark“.

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Spielverlauf

Der Spielablauf ist sehr simpel aufgebaut. Als erstes muss der aktive Spieler ein Plättchen aus seinem Vorrat in seinen Park legen. Dabei gelten mehrere Regeln. Das erste Plättchen darf ganz frei platziert werden, alle nachfolgenden Plättchen nur noch angrenzend an bereits liegende. Hat ein Spieler zu Beginn seines Zuges kein Plättchen im Vorrat liegen, so nimmt er sich einen der Grünanlagen und beendet seinen Zug. Erst in der nächsten Runde darf er das Plättchen in seinen Park einbauen.

Der zweite Schritt ist das Auswerten von Symbolen, die durch das Legen abgedeckt wurden. Je nachdem welches Symbol abgedeckt wurde – es können auch mehrere mit nur einem Plättchen sein – erhält der Spieler neue Plättchen in seinen Vorrat oder vergrößert seinen Park.

1. Grüne Schubkarre

Wurde dieses Symbol abgedeckt, darf sich der Spieler ein Grünanlagen Plättchen aus dem Vorrat nehmen.

2. Weißer Betonmischer

Wurde der Betonmischer abgedeckt, darf sich der Spieler ein Tierhaus aussuchen. Jedes der Tierhäuser hat in absteigender Wertigkeit Siegpunkte aufgedruckt. Je schneller man sich dort ein Plättchen nimmt, desto mehr Punkte hat man am Ende in seinem Park verbaut.

3. Orangefarbener Bagger

Wurde dieses Symbol mit einem Plättchen abgedeckt, darf der Spieler sich eines der Außengehege nehmen. Diese sind alle unterschiedlich geformt und kommen auch nur einmalig im Spiel vor. Auch auf den Außengehegen sind Siegpunkte aufgedruckt.

4. Bautrupp

Wurde der Bautrupp überbaut, darf der Spieler sich ein neues Parkgelände nehmen, um damit seinen Park zu vergrößern.

Zusätzlich darf man, wenn ein Betonmischer oder Bagger überbaut wurde, auch immer ein Plättchen der darunterliegenden Kategorie nehmen. Habe ich also als Beispiel einen Betonmischer überbaut, darf ich mir auch eine Grünanlage nehmen, weil ich diese vielleicht besser in meinen Park verbauen kann.

Bärenpark2

Als dritten Punkt im Zug eines Spielers wird nun überprüft, ob ein oder auch mehrere Parkgelände abgeschlossen sind. Genauer gesagt, ob alle Flächen bis auf die Grube überbaut wurden. Ist das der Fall, darf der Spiele eine Bärenstatue auf dieses Grubenfeld legen. Diese Statuen haben auch einen absteigenden Siegpunktewert. Wer schnell ist, bekommt also mehr Punkte als die anderen Spieler.

Für erfahrene Spieler gibt es noch zusätzlich die sogenannten Auftragsplättchen. Zu Spielbeginn werden aus den zehn verschiedenen Aufträgen drei ausgewählt, die man während seines Zuges erfüllen kann. Ist man auch hier der erste Spieler, der den Auftrag erfüllt, erhält man mehr Siegpunkte als seine Gegenspieler. Zu den Aufträgen gehören zum Beispiel „Besitze drei Plättchen im Park mit Eisbären“ oder „Baue eine Gruppe aus sechs Grünanlagen“.

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Material

Das Spielmaterial ist wirklich sehr gut verarbeitet und äußerst stabil. Die einzelnen Plättchen und auch die großen Parkgelände sind allesamt aus dicker Pappe. Die Illustrationen sind ebenfalls sehr schön und stimmig in Szene gesetzt, und bilden mit dem guten Material ein rundum gelungenes Paket. Nur die beigelegten Trenner, die den Spielekarton in mehrere Sektionen unterteilen sollen, sind vollkommen unnötigt und wenig durchdacht.

Fazit

In den letzten Jahren erschienen viele gute Puzzlespiele, wie zum Beispiel „Patchwork“ oder „Cottage Garden“ von Uwe Rosenberg, und auch „Bärenpark“ passt in diese Gruppe sehr gut hinein. Die Regeln sind einfach zu verstehen und die geringe Spieldauer machen das Spiel zu einem wirklich guten Familienspiel, das aber auch Vielspielern als Füller-Spiel sehr viel Spaß machen kann. Eine klare Empfehlung, wer von Puzzlespielen nicht genug kriegen kann, und wer schon immer einmal einen eigenen Bärenpark bauen wollte.

8/10 Punkte

Überblick

Spiel: Bärenpark

Autor: Phil Walker-Harding

Verlag: Lookout Spiele

Spieler: 2 bis 4

Spieldauer: 30 bis 45 Minuten

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