Ein erholsamer Sommerurlaub in Griechenland, weiße Strände, blaues Meer und eine wunderschöne Altstadt, die zum Erkunden einlädt. Wer sich gerade leider keinen Urlaub leisten kann, kann sich mit „Santorini“ von Gordon Hamilton zumindest ein kleines Stückchen davon nach Hause holen. In diesem leicht zu erlernenden Strategiespiel errichtet ihr mit der Hilfe von Göttern elegante Kuppelgebäude auf der namensgebenden Insel Santorini.

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Aufbau

Vor Spielbeginn wird der Spielplan der Insel auf die Klippe gesteckt. Danach wählt jeder Spieler eine Farbe, nimmt die dazugehörigen zwei Arbeiter Figuren und platziert sie auf zwei Felder des Spielplanes. Der ausgewählte Startspieler beginnt nun mit dem Spiel und danach sind reihum die anderen Spieler am Zug.

Spielverlauf

Wenn ein Spieler am Zug ist, muss er immer genau zwei Aktionen in genau dieser Reihenfolge ausführen. Kann er davon eines in seinem Zug nicht erfüllen, hat damit der andere Spieler automatisch gewonnen. Mit der ersten Aktionen muss der aktive Spieler einen seiner Arbeiter auf ein benachbartes, freies Feld bewegen, das heißt auf dem Feld darf sich weder eine andere Spielfigur befinden, noch darf dort ein kompletter Turm stehen. Als benachbart gelten dabei alle acht Felden um das Ausgangsfeld des Arbeiters. Außerdem darf sich dieser Arbeiter nur auf dem gleichen Level bewegen, beliebig viele Level nach unten oder maximal ein Level aufwärts. Erreicht dabei der Arbeiter das dritte Level eines Gebäudes, hat der Spieler die Partie sofort gewonnen.

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Nach dem Ziehen folgt das Bauen. Auf einem benachbarten Feld zu dem gezogenen Arbeiter platziert der Spieler nun entweder einen Stein oder eine Kuppel. Befindet sich auf dem Feld noch kein Teil eines Turmes, wird zunächst ein Level-1 Stein platziert. Befinden sich bereits Teile eines Turmes auf dem Feld, wird der Turm um einen entsprechenden Stein erweitert, bis schließlich zuletzt eine Kuppel platziert werden kann, um den Turm abzuschließen. Dabei kann sich auf dem Feld auch eine Spielfigur befinden, die damit automatisch eine Ebene nach oben bewegt wird, wobei das Spiel aber nicht gewonnen werden kann. Nur während des Ziehens der eigenen Spielfigur auf das dritte Level ist es möglich das Spiel zu gewinnen.

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Wer dem Spiel noch mehr strategische Tiefe verleihen möchte, darf mit den beigelegten Götterkarten spielen, die dann zu Beginn des Spieles von den Spielern ausgesucht werden. Diese Götter verleihen besondere Fähigkeiten, die ihr entweder in eurem Zug nutzen könnt, zum Beispiel „Baue zweimal hintereinander“ oder die es den Gegenspielern schwerer machen ihr Ziel zu erreichen, zum Beispiel mit „Die anderen Spieler können nicht auf Randfeldern gewinnen“. Dabei unterscheiden sich die insgesamt 30 Götterkarten sehr stark voneinander und sind zudem auch noch aufgeteilt in einfache Götter und Götter für Fortgeschrittene. Es ist zu empehlen die ersten Partien ohne die Götter zu spielen, bevor man sich der komplexeren Herausforderung stellt.

Material

Das Artwork von „Santorini“ ist wirklich wunderschön anzusehen und sieht trotz kindgerechtem Design nicht kindisch aus. Vor allem die verschiedenen Götterkarten haben es mir persönlich angetan. Die Bausteine der Türme sind stabil und lassen sich problemlos aufeinander stapeln. Auch die kleinen Spielfiguren sind liebevoll gestaltet und bieten durchaus das eine oder andere Detail.

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Fazit

„Santorini“ gehört zu den Spielen, die man ganz entspannt mit dem Partner zusammen am Sonntag Nachmittag zu einem Glas Wein und ein paar Keksen spielen kann. Die simplen Regeln sind schnell erklärt, aber trotzdem bietet das Spiel – auch durch die Götterkarten – unglaublich viel Tiefgang und erinnert manchmal sehr an eine Partie Schach oder das tolle 2-Personen Spiel „Onitama“, da man hier stellenweise sehr viele Züge im Kopf planen und vorausschauen muss. Es ist auch wirklich nur zu empehlen „Santorini“ zu zweit zu spielen, den die Regeln für drei und vier Spieler sind ein nettes Beiwerk, aber nicht unbedingt das Gelbe vom Ei.

8/10 Punkte

Überblick

Spiel: Santorini

Autor: Gordon Hamilton

Verlag: Spin Master

Spieler: 2 bis 4

Spieldauer: 20 Minuten

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